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Aktuelles Technik-Team

Hauptlicht

Jürgen Oberle

Effektbeleuchtung

Christian Birn
Dennis Montag

Ton

Christian Gaber
David Hintenlang

Mikrofone

Sascha Hintenlang
Gerhard Berbner

Kamera

Gerhard Berbner

Die Entwicklung

In Anfängen ruht ja eigentlich immer etwas Bescheidenes. Das war beim Ober-Abtsteinacher Karnevalsclub (OKACLU) nicht anders. Als Alois Berbner, Heinz Frenz und Co. 1971 zum ersten Mal auf der Prunksitzungs-Bildfläche im Ober-Abtsteinacher Jugendheim erschienen, waren die Kulissen noch nicht ganz so professionell und kamen die Toneinspielungen noch nicht ganz auf den Punkt genau. Auch die Beleuchtung hatte damals noch eher den Status eines Fotostudios als den einer Showbühne – aber heute ist das anders. Aus ein paar wenigen Spots ist heute eine Lichtanlage mit über 100 Scheinwerfern in vielen verschiedenen Farben geworden. 1980 ist ein einschneidendes Erlebnis in dieser Hinsicht: Auftritt Jürgen Oberle. Nicht auf, aber hinter der Bühne. „Ich habe in dem Jahr als Roadie bei der Ton- und Lichttechnik ausgeholfen“, sagt er, der nur ein Jahr später mit einem Assistenten alleine dafür verantwortlich war. Oberle steht beispielhaft Pate für die Entwicklung des Karnevalsvereins, denn mit ihm erklomm der OKACLU eine neue Stufe.

Drei Wochen Aufbauarbeit

„Meine ersten Scheinwerfer habe ich mir damals noch selbst aus Blech gebaut“, erzählt er aus der Anfangszeit. Zwölf Stück waren das, die dann auch beim OKACLU zum Einsatz kamen. Heute ist er der Herr über mehr als 100 Lampen. Sechs Scheinwerfer brachten 1980 eine Leistung von 3000 Watt. Die Leistung der aktuellen Lichtanlage liegt bei 87000. Zum Vergleich: Eine Haushaltsglühbirne hat 60 Watt. Dazu kommen Effektgeräte und die Tonanlage. Hat er früher noch Kassettenbänder selbst mit der Musik bespielt, zurechtgeschnitten und im richtigen Moment auf den Knopf gedrückt, geht heute vieles automatisch. „Das kommt heute auf ’ne CD und dann wird Play gedrückt.“ Aber missen will er die damalige Zeit auch nicht, „die hatte schließlich auch ihren Charme“. So hat der Mann für die OKACLU-Spezialeffekte schon früh mit Nebelmaschine und Stroboskop Lichteffekte erzeugt. Im Jahr 2010 ist die Nebelmaschine ausrangiert. „Aber ich habe noch zwei im Keller“, sagt Oberle. Während also die Gerätschaften mit der Nebelmaschine einen Mitarbeiter verloren haben, hat der Ton- und Lichttechniker Oberle im Laufe der Zeit neue Kollegen dazu- gewonnen. 2001 wurden die Aufgabenbereiche erstmals aufgeteilt und seit 2002 ist er nur noch für das Licht zuständig. Ein Kollege betreut die Tonanlage, zwei sind für die Lichteffekte da und ein fünfter Kollege kümmert sich um die Mikrofone.

Und wie alle beim OKACLU machen sie das ehrenamtlich – und von den rund 2200 Zuschauern, die zu den sieben Sitzungen ins Jugendheim kommen, bekommen nur die wenigsten etwas von ihnen mit. Aber Sehnsucht, selbst einmal auf der Bühne zu stehen hat Oberle deshalb noch lange nicht. „Ohne die Menschen im Hintergrund läuft auf der Bühne überhaupt nichts“, weiß er. Auch deshalb muss er bei den Proben der Akteure dabei sein, um die Licht- auf die Bühnenshow abzustimmen. Aber die harte Arbeit beginnt drei Wochen vor der ersten Sitzung: Dann nämlich, wenn er Urlaub hat. Es ist nicht das Kofferpacken, das ihn anstrengt. Es dauert diese drei Wochen, um die komplette Anlage aufzubauen.