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Es war uns eine Freude den dritten Kreis-Narren-Empfang zusammen mit der NibA auszurichten




Gerhard Berbner vom Ober-Abtsteinacher Karnevalclub (Okaclu) ist mit der Kreisnarrenkette geehrt worden.

Beim Empfang im katholischen Pfarr- und Jugendheim Ober-Abtsteinach überreichte der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt (CDU) die Auszeichnung, die seit 2009 zum elften Mal vergeben wurde. Ehrenplaketten erhielten Dr. Bernd Diesam, seit 1998 Vizepräsident des Okaclu, und Bernd Öhlenschläger, seit 2001 Schatzmeister des Vereins.
Zum Narren-Empfang waren Delegationen aus mehr als einem Dutzend Karnevalsvereinen des Kreises Bergstraße gekommen. Der gastgebende Verein wurde vom Prinzenpaar Kathrin und Andreas Lammer vertreten. Okaclu-Präsident Sven Tietze führte durch das Programm, in dem die katholische Trachtenkapelle für Musik und Tusch sorgte. Die Prinzengarde sowie „Philipp, Sepp und de Stumbe“ (Stefan Arnold, Bernd Oberle, Janis Schütz), zeigten Kostproben aus ihrem Bühnenprogramm. Im Januar hatten bei sieben Prunksitzungen im jeweils ausverkauften Pfarr- und Jugendzentrum insgesamt 2700 Zuschauer die Fastnachtsshow unter dem Motto „Mittelalter“ erlebt. Der mit großem Aufwand gebaute mittelalterliche Burghof bildete am Sonntag auch die Kulisse für das Narrentreffen.
Abtsteinach ist mit 2500 Einwohnern die kleinste unter den 22 Städten und Gemeinden des Kreises, gilt aber als Hochburg der Fastnacht. Mit dem Bühnenprogramm und dem Umzug „Boa Narrhalla“ am Sonntag, 3. März, ab 14.11 Uhr haben die Abtsteinacher Fastnachter Fans im ganzen Kreisgebiet.
Gerhard Berbner gehört seit 1968 zu den 80 Akteuren, die Jahr für Jahr die Voraussetzungen für die närrische Stimmung schaffen. Sein Vater Alois war 1951 einer der Gründer der Abtsteinacher Fastnacht. In Berbners Schneiderwerkstatt wurden im langen Winter Kulissen und Motivwagen gebaut. Gerhard Berbner war in den vergangenen 51 Jahren vor und hinter den Kulissen aktiv. Landrat Engelhardt bezeichnete ihn in seiner Laudatio als „Allrounder“: verantwortlich für die Technik, in der Rolle von „Prinz Gerhard II. vom Leppertsgrund“, als Kulissenbauer und als Kameramann. Seit vier Jahren ist er Zugleiter der „Boa Narrhalla“.
Landrat Engelhardt hatte die Gäste im Stil einer Büttenrede begrüßt. „Ich bin begeistert von der Vielfalt dessen, was in euren Vereinen auf die Beine gestellt wird“, sagte er. Den Kreis Bergstraße bezeichnete er als Region, in der Fastnacht und Karneval in unterschiedlichen Traditionen gepflegt werden. „Alla hopp, ich tu mich sputen, bevor euch noch die Ohren bluten“, reimte Engelhardt. Er spielte damit auf den Streit um die Freizeitanlage an, mit der Abtsteinach zuletzt in die Schlagzeilen geraten ist.
Gut gelaunt zeigte sich auch Abtsteinachs Bürgermeisterin Angelika Beckenbach, die Amtskollegen aus den Nachbargemeinden ebenso begrüßte wie eine Abordnung der „Hirschhorner Ritter“ aus ihrer Heimatstadt am Neckar. Mit einer besonders großen Abordnung war die Kreisstadt Heppenheim vertreten, unter anderem mit „Miss Veggelsbach“ Andrea Ochs-Kleber, die 2015 mit der Narrenkette ausgezeichnet wurde, sowie dem ehemaligen Zugmarschall Werner Hell, dem 2010 die Narrenkette umgehängt wurde.
Das Kreis-Narrentreffen geht auf eine Initiative der „Narren im besten Alter (Niba)“ zurück, deren Vizepräsident Ulrich Knorr zu den Fastnachtern sprach. Niba ist ein Dachverband mit Ortsverbänden entlang des Rheins zwischen Köln und Baden-Baden.
Der Niba-Kreisverband Bergstraße wurde am 06. 06. 2006 von Knorr und Siegmund Mendyk gegründet. Vorsitzender ist Landrat Engelhardt. Das Kreis-Narrentreffen wird als Tradition seit 2008 gepflegt. Das Treffen in Abtsteinach war der dritte Empfang in neuer Form.

Die insgesamt elf Träger der Kreisnarrenkette:
2009 Klaus Jäger, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Lorsch,
2010 Werner Hell, ehemaliger Heppenheimer Zugmarschall,
2011 Klaus-Jürgen Ehret, Präsident der Hirschhorner Ritter,
2012 Werner Wöhnl, ehemaliger Vorsitzender KV Narhalla Zwingenberg,
2013 Heinz Walter, Ehrenvorsitzender Bensheimer Karnevalsgesellschaft (BKG),
2014 Margit Selb, Ehrenpräsidentin 1. CC Rot-Weiß Lampertheim,
2015 Andrea Ochs-Kleber, Miss Veggelsbach (Hambach),
2016 Heiner Freitag, Büttenass BKG,
2017 Rolf Weihrich, Grieseler Rote Funken, Bensheim,
2018 Roger Wulff, HCV Bürstadt,
2019 Gerhard Berbner (Okaclu, Abtsteinach).


Quelle Echo-online


Zahlreiche Fastnachter beim „Kreis-Narren-Empfang“ in Ober-Abtsteinach

Gerhard Berbner mit der Kreisnarrenkette ausgezeichnet

Zusammenarbeit mit der NibA (einer Gruppe von Fastnachtern) jedes Jahr in einer anderen Kreisstadt ein Kreis-Narren-Treffen. 2017 erhielt das Treffen den neuen Namen „Kreis-Narren-Empfang“. Mit dem neuen Namen sollte neben dem Kennenlernen der Kreisfastnachter das Ehrenamt besonders hervorgehoben werden. Der besondere Höhepunkt der Veranstaltung ist die Ehrung besonders verdienter Fastnachter mit der Kreisnarrenkette oder der Kreisnarren-Ehrenplakette.
Im 17. Februar 2019 fand der „Kreis-Narren-Empfang“ in Ober-Abtsteinach statt. Landrat Christian Engelhard, Bürgermeisterin Angelika Beckenbach und Ulrich Knorr (Vizepräsident der NibA) begrüßten die närrischen Gäste, die von ihren Vorsitzenden / Präsidenten vorgestellt wurden. Natürlich war für ein kleines Unterhaltungsprogramm gesorgt, die für den ein oder anderen lautstarken Applaus sorgte.
Der besondere Höhepunkt waren wie immer die Ehrungen. Bislang durften 10 Fastnachter die Kreisnarrenkette entgegennehmen. Am Sonntag wurde Gerhard Berbner (seit 1968 für den OKACLU aktiv) mit der 11. Kette ausgezeichnet. Auch zwei Kreisnarren-Ehrenplaketten gab es in Anerkennung der Verdienste um die Fastnacht in Abtsteinach. Herr Dr. Bernd Disam (Vizepräsident / 2. Vorsitzender seit 1998) und Bernd Öhlschläger (Schatzmeister / Kassenwart seit 2001) erhielten diese besondere Auszeichnung.
Durch das Programm führte Sven Tietze (OKACLU Präsident und 1. Vorsitzender) der zusammen mit Landrat Engelhard die Schlussworte sprach. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte die Hofkapelle /KKM.

Quelle Viernheim-online

Ein Urgestein der Stoanischer Fastnacht

Das mit dem „Stoanisch“ muss Christian Engelhardt noch üben. Aber dafür gab’s OKACLU-Präsident Sven Tietze, der dem Landrat auf dem Kreisnarren-Empfang die genaue Aussprache des heimischen Idioms für Abtsteinach mit einem dreifachen „Stoanisch Helau“ näherbrachte, in das die anwesenden Fastnachter lustvoll einstimmten. Auch Bürgermeisterin Angelika Beckenbach intonierte extra langsam und akzentuiert die liebevolle Bezeichnung fürs Höhendorf, sodass sie den Flachländern in der Kreishauptstadt „Hepprum“ in Fleisch und Blut übergehen möge.
Nicht nur der Landrat und Kreisbeigeordneter Karsten Krug waren an den Hardberg ins katholische Pfarr- und Jugendheim geeilt, sondern auch viele Tollitäten aus dem Kreis Bergstraße samt den politisch angehauchten Narren aus dem Bürgermeister- und Abgeordnetenkreisen. Präsident Tietze wurde nicht müde, den Besuchern von Bergstraße, Neckartal und Ried die Vorzüge des hohen Odenwalds schmackhaft zu machen, „nachdem wir gestern noch den ganzen Ort mobilisiert und extra alles vom Schnee befreit haben“. Für Abtsteinach, den „Hotspot des Karnevals“, war es selbstverständlich, „dass wir den Empfang ausrichten“, so Tietze.

Narren im besten Alter

In dessen Mittelpunkt stand die Ehrung von drei verdienten Fastnachtern. OKACLU-Urgestein Gerhard Berbner erhielt die Kreisnarrenkette, die höchste Auszeichnung. Über die Ehrenplakette durften sich der Zweite Vorsitzende Dr. Bernd Disam und Kassenwart Bernd Öhlschläger freuen. Tietze erwähnte besonders die beiden „NibA“-Gründer Ullrich Knorr und Siegmund Mendyk als Ideengeber. Die beiden hoben am 6.6.06 die „Narren im besten Alter“ aus der Taufe. Deren Ziel: die einzelnen örtlichen Vereine zu verzahnen sowie närrisch zusammenzuwachsen.
Natürlich hielt der Abtsteinacher Präsident auch nicht mit den OKACLU-Anstrengungen in punkto Fasching hinterm Berg: Jedes Jahr werden an drei Wochenenden sieben Sitzungen durchgeführt, zu denen etwa die gleiche Zahl an Besuchern den Saal füllt, wie Abtsteinach Einwohner hat: 2300. Was die kleinste Bergsträßer Gemeinde in Eigenleistung mit 80 Akteuren auf der Bühne stemmt, ist im Kreis eine Besonderheit. Das würdigte auch die Bürgermeisterin, die in wohlgewählten Worten der Schwierigkeit Ausdruck verlieh, wen man an welcher Stelle zu solch einem Anlass in der Rede begrüßen sollte. Es folgte der Elben-Showtanz der OKACLU-Prinzengarde.
„Früher kannten sich die Fastnachtsvereine nicht“, sagte Knorr in seiner Begrüßungsansprache. Die von ihm mitbegründeten NibA ziehen sich inzwischen von Köln und Mainz bis nach Baden-Baden.

Viel Lob für den OKACLU

Wohlwissend um den Reime-Amateur angesichts der Büttenprofis, wagte sich Landrat Engelhardt trotzdem ans Versmaß und schilderte in wohlgeformten Worten den morgendlichen Weg vom warmen Bettchen ins kalte Stoanisch zu Angelika der Ersten. Ein paar „Uiuiuiuiuiui“ aufgrund des Zugezogenen-Stoanischs später schloss er mit: „Ihr macht den Kreis verrückt und bunt, auch liebenswert und kerngesund, ihr führt zusammen und verbindet, weil Frohsinn ihr und Jux verkündet.“
Dann wurde es wieder reimfrei ernst: Engelhardt äußerte seine Begeisterung darüber, was in den Vereinen auf die Beine gestellt wird. Die sehenswerten Shows „sind immer hohe Kunst“. Er sei glücklich, in einer Region leben zu dürfen, „die versteht, ausgelassen zu sein“. Städte und Gemeinden pflegten eigene große Traditionen unter dem gemeinsamen Nenner des Frohsinns.
Aufbauend auf dem Kreisnarren-Treffen, fand nun bereits zum dritten Mal der Kreisnarren-Empfang statt, der viele aktive Fastnachter aus Bergstraße, Ried, Odenwald und Neckartal vereint. Umrahmt von den Klängen der Hofkapelle, der Katholischen Kirchenmusik Ober-Abtsteinach, marschierten im Anschluss die verschiedenen „Totalitäten“ (Engelhardt) auf die Bühne, um sich selbst, ihre Vereine und Orte vorzustellen. Sicherlich würden die Fastnachter, dem Landrats-Versprecher nach, gerne totalitär das ganze Jahr herrschen, aber sie beschränken sich dann lieber doch als Tollitäten auf die tolle närrische Zeit.
Nach der Ehrung brachten die Stoanischer Originale „Philipp & Sepp & de Stumbe“ nochmals den Saal zum Kochen, ehe dann Tietze und der Landrat das nach dem Sektempfang bestens gelaunte Publikum hin zu den verdienten Schnittchen entließ.

Quelle wnoz "tom"